WhatsApp

In-App Suche für lokale Geschäfte

 

 

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WhatsApp, 2009 gegründet und 2014 von Facebook übernommen, ist mit über 2 Milliarden Nutzern weltweit vor allem im südamerikanischen Raum einer der beliebtesten Messenger Dienste, der neben dem Instant Messaging auch Voice-over-IP Sprach- und Videoanrufe und das Senden von Sprachnachrichten, Bildern, Dokumenten oder Live-Standorten ermöglicht.

Seit 2018 liefert WhatsApp Business auch eine eigenständige Anwendung, die es KMUs ermöglicht mit Kunden zu kommunizieren sowie eine Unternehmenslösung für größere Unternehmen, die einen Kundenservice über WhatsApp-Chat, Live-Agenten oder Chatbots anbieten (z.B. Banken, Fluggesellschaften oder E-Commerce Händler).

Mit diesem Launch hat WhatsApp den Nerv unserer Zeit getroffen. Die heutigen Verbraucher ziehen das Schreiben dem Telefonieren vor, daher ist WhatsApp bereits jetzt sehr beliebt auch für kleine Unternehmen. Die lokale Suche wächst 50% schneller als die herkömmliche Suche, weil die Kunden nach diesem und jenem “in der Nähe” suchen. Die Integration einer solchen lokalen Suche in einen Messenger, den jeder jeden Tag nutzt, ist eine hervorragende Gelegenheit für lokale Händler, wieder besser auf sich aufmerksam zu machen.” Markus Demirci, Gründer und CEO von mPocket.

Nun testet die Facebook Tochter in Brasilien, dem stärksten Markt für Mobilfunk etwas ganz Neues innerhalb der App: ein Verzeichnis, das Nutzern die Suche nach Geschäften, Restaurants und Dienstleistern ermöglicht. Lokale Suchanfragen, bisher bekannt von Google, Maps, Apple Maps oder Bing Maps wie “Handyladen in der Nähe”, “veganes Café” oder “bestes Burgerrestaurant” werden zunächst in Sao Paolo getestet und umfassen bereits tausende von Geschäften für Lebensmittel, Handel sowie Gastronomie und Dienstleister. Nach erfolgreicher Implementierung soll der Dienst laut Facebook Manager Matt Idema auf Indien und Indonesien ausgeweitet werden.

Wie jede Neuerung erfährt auch diese erste Kritik: “Computer Bild” sieht diesen Schritt, trotz zumindest bisher nichtexistierender Werbung innerhalb der App, als ersten Schritt auf dem Weg zur Shopping-App. Das Unternehmen weist jedoch jegliche Ambitionen, es seiner Mutter Facebook, gleich zu tun und In-App Shopping Features zu ermöglichen, von sich. Es soll lediglich eine Kontaktaufnahme zwischen Nutzern zu Unternehmen durch die Suche erleichtert werden und keines der Suchergebnisse gespeichert werden. Auch Suchverlauf und Standort werden laut WhatsApp Chef Will Cathcart dem Datenschutz unterliegen.

Bisher mussten Händler ihre Nummern zur Kontaktaufnahme über WhatsApp z.B. auf Verpackungen drucken oder auf ihren Webseiten darauf hinweisen, um Kunden diese Möglichkeit der Kommunikation mittels Chat aufzuzeigen.

Dass nun auch klassische Messenger Dienste wie WhatsApp nachziehen und eine lokale Händlersuche in Ihrer Anwendung integrieren beweist einmal mehr, dass sich das Verbraucherverhalten gänzlich verschoben hat und weitestgehend online stattfindet. Dies erfordert für jeden Ladenbesitzer eine Onlinepräsenz – nicht in Form eines Onlineshops, jedoch auf möglichst breit gestreuten sozialen Netzwerken, lokalen Karten und Messenger Diensten.” so Markus.

Eine weitere Funktion, die derzeit nur in der Betaversion für iOS, Apple Geräte, getestet wird, ist das Transkribieren von Sprachnachrichten, d.h. der Empfänger erhält eine Nachricht, die er lesen kann, statt sie anhören zu müssen.

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Allein aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten für beide Geschlechter.

Jasmin Janson

Marketing & Content Manager mPocket

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